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06.02.2012 - 22:12 Stand: 31.07.2011
Windows: Spam

Windows: Spam

Was ist Spam?

Als Spam bezeichnet man "unverlangt zugestellte E-Mail" (Definition lt. EU-Kommission), neudeutsch auch unsolicited commercial email, kurz "UCE". Der Name "Spam" kommt tatsächlich vom Dosenfleisch SPAM (Spiced Porc and Ham), Warenzeichen der →Hormel Foods Corporationenglischsprachige Website, siehe dort... :-)
In einem Monthy Python Sketch besang ein Wikingerchor das Essen, welches ausnahmslos aus Dosenfleisch bestand, mit einem immer ekstatischer werdendem "Spam, Spam, Spam", wodurch jegliche normale Konversation unterdrückt wurde... (→Vollständige Szene hierenglischsprachige Website). Da offenbar viele Informatiker Monthy-Python-Fans waren, ist so wohl der Ausdruck "in Spam ertrinken" entstanden...

Was können Sie dagegen tun?

Grundsätzlich erst einmal vorbeugen (siehe nächster Abschnitt). Wenn Sie aber bereits Spam bekommen, haben Sie rechtlich kaum eine Chance, da die Absender i.d.R. im Ausland sitzen. Bei einem deutschen Absender lohnt sich möglicherweise eine Abmahnung (spam-widerruf.txt (2.2 kB) ), eine Anzeige beim Provider etc. Letztere haben dazu i.d.R. eine Mailadresse in der Form abuse@provider.de eingerichtet. Ich empfehle, mal seine Website zu durchsuchen.

 

Wie sollten Sie vorbeugen?

Die zu schützende EMail-Adresse niemals blindlings weitergeben oder in Newsgroups, Gewinnspielen (!), Mailinglisten usw. veröffentlichen! Nicht auf der Homepage im Klartext anzeigen, ein hilfreicher Schutz ist die →Einbindung mittels Javascript. Damit kommen die automatischen Mail-Grabber nämlich nicht klar - im Browser des "normalen" Betrachters sieht aber alles normal aus!
Alternativ kann die Email-Adresse auch einfach als Image angezeigt werden, wobei der automatische Mailklick (mailto:...) wieder nur mittels Javascript eingesetzt werden darf!

Hilfreich kann auch eine Wegwerf-Adresse sein. Z.B. bietet →SpamGourmetdeutschsprachige Websiteso eine Adresse kostenlos an, die sich nach einer einstellbaren Zahl von Mails automatisch deaktiviert.
Es empfiehlt sich immer, eine Zweitadresse bei einem kostenlosen Anbieter (z.B. →GMX, →Hotmail, →web.de) einzurichten, die man in der Öffentlichkeit benutzt, während die private Adresse ausschließlich an zuverlässige Ziele weitergegeben wird!

 

Welche Filter-Werkzeuge gibt es?

Die meisten (Free-)Mail-Anbieter haben bereits Spamfilter, die mehr oder weniger gut funktionieren, integriert. Häufig muss man jedoch dafür zahlen oder hat dazu keine Möglichkeit, z.B. bei einer eigenen Domain mit Mailserver. Hier sollte man seinen eigenen Filter integrieren:

 

Die besten und sehr effizienten Resultate erziele ich mit →SpamPaldeutschsprachige Website. SpamPal läuft auf dem eigenen Rechner und agiert dort zwischen dem Mail-Server des Providers und dem lokalen E-Mail-Programm. Es überprüft alle eingehenden Mails beim Empfang. SpamPal verwendet dazu u.a. die Listen der DNSBL-Anbieter, die dem Endnutzer kostenlos zur Verfügung stehen, quasi eine Art schwarze Listen. Wird ein Absender in einer dieser Listen ausgemacht, wird die zugehörige Mail mit speziellen Headern und einer Erweiterung im Betreff ("**SPAM**") versehen und dadurch als Spam gekennzeichnet. Das E-Mail-Programm (z.B. Outlook Express) kann diese Information herausfiltern und den Spam z.B. in einen speziellen Ordner verschieben. Damit wird sichergestellt, dass Spam nicht mit den anderen, gewollten Mails in ein und demselben Ordner ist und keine gewollte E-Mail gelöscht wird.

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Elisabeth Hable
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