Werbung 1&1 Internet
08.09.2010 - 23:34 Stand: 03.03.2008
Internet: Zugang

Internet: Zugang

"Ich will ins Internet!"

Prima. Mit diesem Entschluss ist der erste Schritt getan. Bevor wir nun den nächsten machen, sollten wir zunächst einige gründliche und grundlegende Überlegungen anstellen:

Verhaltens- und Bedarfs-Analyse

Gelegenheitssurfer oder Power-User? Privatmann oder beruflicher Anwender? Möchten Sie nur mal reinschnuppern, gelegentlich ein paar EMails schreiben und sich für den nächsten Sommerurlaub schon mal über das Land erkundigen?
Oder gehören Sie zu denjenigen, die ständig online sind, nicht viel Zeit mit Übertragungen verbringen wollen, oder große Datenmengen schnell verfügbar haben möchten?

Haben Sie einen gängigen Analog-Telefonanschluss oder schon einen modernen ISDN-Anschluss? Oder haben Sie im Handy- und Homezone-Zeitalter womöglich überhaupt kein Festnetz?

Ist in Ihrem PC oder Notebook vielleicht bereits ein Modem eingebaut? Haben Sie möglicherweise einen Aldi-PC mit analogem Modem, das sie ohne Aufpreis gegen eine ISDN-Karte tauschen können?

Mein Tipp für Einsteiger: Mit vorhandenen Möglichkeiten klein anfangen - mit geringen Gebühren! Wenn Sie Spaß dran finden oder die Möglichkeiten nicht mehr ausreichen, dann weiter steigern.

Ein Upgrade ist immer günstiger als ein Downgrade... Die DSL-Flatrate ist nicht unbedingt für jeden Anwender das einzig selig machende; wohl aber für denjenigen, der Ihnen das weiß machen will - erhält er dafür doch eine höhere Provision!

Die Technik

Zunächst zähle ich hier die unterschiedlichen Techniken auf, mit denen Sie ins Internet kommen und die dazu erforderliche Hardware. Bei den Kosten beschränke ich mich auf dieser Seite auf die (gerundeten) einmaligen Kosten wie Anschaffung und Einrichtungsgebühren. Kein Anspruch auf Vollständigkeit!

→Modem

Für den analogen Telefon-Anschluss brauchen Sie ein Modem. Dieses wandelt - vereinfacht gesagt - die digitalen Nullen und Einsen in hohe und tiefe Pieptöne, um diese über das Telefon übertragen zu können. Auf der anderen Seite werden aus diesen Tönen dann wieder Daten zusammengesetzt. Das nennt man Modulieren und Demodulieren...
Ganz früher gab es mal Akustikkoppler, eine Art Gegenstück zum Telefonhörer, in das dieser zur Verbindung hineingelegt werden musste. Da das bei heutiger Übertragungsgeschwindigkeit zu störanfällig wäre, wird das Modem direkt in die Leitung vor dem Telefon eingesteckt.


Hardware:Einfaches Modem von unter 10 € bis zum High-End für weit über 50 €.
In vielen Komplett-PC's und Notebooks bereits eingebaut.
Installation:Entfällt: Bei vorhandenem Telefonanschluss keine Einrichtung erforderlich
Vorteil:Preiswert, einfach, universell!
(Sie brauchen lediglich eine Telefondose).
Nachteil:Langsam und nur eine einzelne Leitung: entweder Telefon oder Internet...
(aktuelle 56k-Modems können - abhängig von der Leitungsqualität - häufig nur Verbindungen von 46k oder gar nur 33.6k erreichen!)

→ISDN

Ein ISDN-Anschluss ist bereits digital, so dass die Daten nicht extra moduliert werden müssen. Dadurch kann eine höhere Geschwindigkeit (von 64k) erzielt werden, man kann sogar beide Kanäle gebündelt benutzen und damit die Übertragungsrate verdoppeln.
Allerdings ist dann auch kein Kanal mehr zum Telefonieren frei...
Sie benötigen eine ISDN-Karte (als PCI zum Einbau oder PCMCIA für Notebooks), oder einen externen ISDN-Controller für den USB-Port (ist damit auch für Notebooks verwendbar!)


Hardware:Billige ISDN-Karte zum Straßenpreis ab ca. 15 Euro,
hochwertige Markenmodelle bis etwa 100 Euro.
(wird aber häufig bei einem ISDN-Neuanschluss subventioniert!)
Installation:Entfällt bei vorhandenem Telefonanschluss;
ISDN-Neuanschluss z.B. für 0 Euro (Arcor) bis knapp 60 Euro (T-Com)
Vorteil:Einfach; schneller Verbindungsaufbau; außerdem zwei Leitungen.
Nachteil:Immer noch deutlich langsamer als DSL!

→DSL

Die zurzeit größtmögliche Geschwindigkeit ist mit DSL zu erreichen! Es wird auch als ADSL bezeichnet, wobei das "A" für "asynchron" steht, da mit verschiedenen Geschwindigkeiten Daten herunter- und hochgeladen werden:
Die Upload-Geschwindigkeit beträgt nur kaum mehr als ein Zehntel der Download-Geschwindigkeit - bei DSL 1000 zum Beispiel wird zwar mit 1.024 kBit/s vom Internet heruntergeladen ("Downstream"), aber nur mit 128 kBit/s hochgeladen ("Upstream").
Das hört sich aber schlimmer an als es ist - denn das ist immer noch doppelt so schnell wie ISDN und Sie spüren den Upload erst dann, wenn Sie z.B. größere Emails versenden!

Die Technik ist dem Netzwerk recht ähnlich, so dass Sie eine zum Telefonanschluss zusätzliche, unabhängige Leitung erhalten! Sie haben also in jedem Fall noch mindestens eine Leitung zum Telefonieren übrig!

DSL ist aktuell in den Geschwindigkeiten 1000 oder 2000, 3000 abgelöst durch 6000, und seit Neustem sogar 16000 kBit/s verfügbar, wobei IMHO DSL 1000 bis 2000 für den normalsterblichen Anwender absolut ausreichend ist! 3000 und mehr sind für Multiuser-Netzwerke und höhere Upload-Geschwindigkeiten interessant.→Arcor bietet alternativ bereits höhere Uploads gegen Aufpreis an.

Da die Verfügbarkeit von der Entfernung zur Vermittlungsstelle abhängt, gibt es in ländlichen Regionen heute auch DSL light mit 384k Downstream (max. 64k Upstream, also ISDN-Geschwindigkeit!), da es zur höheren Geschwindigkeit nicht reicht!

Zum Anschluss benötigen Sie entweder eine interne DSL-Karte oder ein externes DSL-Modem, das Sie aber über eine gewöhnliche Netzwerkverbindung mit Ihrem PC verbinden müssen! Da in den meisten moderneren PCs bereits Netzwerkkarten integriert sind, ist dieses i.d.R. problemlos möglich.
In die Telefonleitung wird ein Splitter vorgeschaltet, an den das Modem angeschlossen wird.


Hardware:Wird i.d.R. bei einem DSL-Neuanschluss subventioniert:
DSL-Modem ab 0 Euro; Marken-Modelle 30-50 Euro; kabellose (wireless) Lösungen ab 50 Euro.
Installation:Anschlusspreis 50-100 Euro, wird von den meisten Anbieter nur noch ab DSL 2000 übernommen, Arcor ab DSL 1000
Vorteil:Am schnellsten; außerdem wird kein Telefon blockiert. Darüber hinaus sicher gegen Dialer. Für Vielsurfer in der Summe preiswerter als ISDN oder Modem.
Nachteil:Nicht flächendeckend verfügbar.
Kostenfaktor: Zu teuer für Gelegenheitssurfer aber i.d.R. deutlich billiger für Vielsurfer!

→Kabel

Eine Alternative zu DSL ist Internet über Kabel: Bei mit DSL vergleichbaren Geschwindigkeiten und Preisen vor allem interessant für alle, die kein Festnetz-Telefon besitzen (z.B. Homezone Benutzer).

Das Kabelmodem wird an die zuvor installierte Multimediadose (mit drei Anschlüssen) und den PC über Netzwerk verbunden.


Hardware:Von 0 bis 50 Euro (subventioniert), sonst 100 bis über 150 Euro.
(wird i.d.R. auch hier bei Neuanschluss subventioniert)
Installation:Der Anschlusspreis von etwa 50 Euro entfällt meist bei höherwertigen Tarifen
Vorteil:Schnell wie DSL; völlig unabhängig vom Telefonanschluss. Sicher gegen Dialer. Preiswert für Vielsurfer.
Nachteil:Nicht flächendeckend verfügbar.
Ungünstiges Preis-/Leistungsverhältnis für den Gelegenheitssurfer

→Satellit

Dort, wo weder DSL noch Kabelanschluss verfügbar sind, bietet sich dann noch Internet via Satellit an. Allerdings funktioniert das über die normale Telefonleitung (da ja die Verbindung Satellit > Erde nur eine Einbahnstraße ist), erst bei größeren Downloads wird der Satellit lediglich zugeschaltet!
Inzwischen gibt es jedoch Zwei-Wege-Lösungen zu attraktiven - weil subventionierten - Preisen!


Hardware:DVB-S Karte bei vorhandener Sat-Anlage ab ca. 89 Euro
(teilweise inzwischen auch hier Subventionierungen)
Installation:Meist auf 0 € subventioniert, Sat-by-Call sowieso frei
Vorteil:Schneller als Modem/ISDN, flächendeckend verfügbar!
Sat-By-Call Angebote ohne Grundgebühr od. Mindestumsatz verfügbar
Positive Nebenerscheinung: Hunderte von Fernsehkanälen
Nachteil:Telefon wird als Rückkanal beim Ein-Weg-System benötigt, hierbei auch keine echte Flatrate verfügbar
Höhere Hardwarekosten oder lange Vertragsbindung bei 2-Wege (knapp 50 Euro p.M. für DSL 1000)

→Antenne

Über terrestrischen Digital-Empfang (→Überall-TV) soll in Zukunft auch Internet möglich sein.


Hardware:ab 100 Euro für TV-Karte
(mit Preisverfall ist zu rechnen)
Installation:derzeit nicht angeboten
Vorteil:Unabhängig, mobil, auch TV-Empfang möglich
Nachteil:Absolute Zukunftsmusik, nicht (vor 2010) flächendeckend verfügbar (wenn überhaupt!)

WLAN

Im mobilen Zeitalter erlangt WLAN einen immer höheren Stellenwert. Das Prinzip funktioniert genauso, wie Sie zuhause über Wireless-LAN eine Verbindung zu Ihrem Router herstellen. Unterwegs müssen Sie allerdings einen öffentlichen Accesspoint ("Hotspot") finden! Wir können das mit einem Schnurlos-Telefon und seiner Basisstation bzw. einem Handy mit globalem Netz vergleichen!

Öffentliche Hotspots finden Sie in Flughäfen und Bahnhöfen, Hotels, aber auch in Bars und Cafés. Für einen Zugang im ICE läuft derzeit ein →Modellversuch, während die →Lufthansa ihr 2004 für Langstrecken eingeführtes Angebot Ende 2006 (erst mal?) wieder eingestellt hat!

Inzwischen verbreiten sich auch sog. WLAN-Communities, deren private Nutzer ihr WLAN öffentlich mit anderen Mitgliedern teilen, z.B. →FON.


Hardware:WLAN-fähiges PDA oder Notebook mit Centrino®-Technologie oder WLAN-Stick ab etwa 30,- Euro
Installation:i.d.R. keine expliziten Einrichtungskosten
Vorteil:Mit dem eigenen Notebook überall ins Internet
Nachteil:Nicht flächendeckend; standortgebunden mit geringer Reichweite;
meist recht hohe Verbindungskosten

UMTS

Im Zeichen von Handy-Flatrates und Homezonen bekommt der Festnetzanschluss einen immer geringeren Stellenwert. Wer trotzdem mit DSL-Geschwindigkeit surfen möchte, für den kann UMTS eine Alternative sein!

Hardware:130-500 Euro (Subvention bis auf Null oder Miete möglich)
Installation:Keine Anschlussgebühr während der Einführung
Vorteil:Kein Festnetz-Telefon erforderlich; mobil.
Nachteil:Netzabdeckung; außerhalb Homezone teuer
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Spiel dich nicht so auf, Hahn. Deine Mutter war doch nur eine Eierschale.
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