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06.02.2012 - 22:34 Stand: 31.07.2011
Internet: Domain

Internet: Domain

Was ist eine Domain?

Nun, i.d.R. werden Sie diese Seite über www.yavantho.de aufgerufen haben, bzw. in einer Suchmaschine auf einen entsprechenden Link geklickt haben:
yavantho.de ist dabei der Name dieser Domain, also die eindeutige Adresse, unter der die Inhalte jederzeit aufgerufen werden können!

In diesem Fall ist der Name ein reiner Fantasie-Name, da alle zu meinem eigentlichen Familiennamen passenden Domains bereits anderweitig vergeben waren!
Und damit kommen wir zum Hauptproblem: Im hinter uns liegenden Jahr 2006 sind u.a. mehr als 16 Mio. com-Domains (2005: 11 Mio.) und gut 1,0 Mio. de-Domains (2005: 1,1 Mio.) neu registriert worden, damit gab es zum Stichtag 1.1.2007 mehr als 95 Millionen Domains! 1)
Die Chance, einen freien Wunschnamen zu finden, sinkt also ständig mit steigendem Internet-Boom!

Top-Level-Domains (TLD)

Das sind die begehrtesten Domains: .de ist so ein "Top-Level", aber auch .com, .net, .name oder .eu!

ccTLD

→Jedes Land besitzt so eine ccTLD (Country Code Domain) - mit dem in der →ISO-3166 festgelegten, zweistelligen Landeskürzel und ist für die Vergabe der Domains zuständig, so dass Gebühren von Land zu Land deutlich variieren!

Klar, dass die lokale TLD meist die allererste Wahl für die eigene Domain darstellt!

Übrigens: Viele ccTLDs werden mittlerweile zweckentfremdet einer anderen Bedeutung zugeordnet: so liegen z.B. der wahre Ursprung von .tv in Tuvalu oder von .ag in Antigua. Diese Zweckentfremdung brachte den - sonst wohl eher unbedeutenden - Tuvaluinseln auf einen Schlag 50 Mio. $ ein, womit diese ihren Beitritt zu den Vereinten Nationen finanzierten! 2)

gTLD

Neben diesen Ländercodes gibt es darüber hinaus noch eine Reihe →generischer Toplevel Domains (gTLD):
.com ist dabei die wohl bekannteste und steht für commercial, im Gegensatz zu .org für gemeinnützige organization. Beides waren die ersten - und neben .net (network), .edu (educational), .gov (government) und .mil (military) die damals einzigen Toplevel-Domains und ursprünglich streng dem zugehörigen Kreis vorbehalten!
Um dem ständigen Bedarf neuer Domains nachzugeben, sind weitere - inzwischen gängige - TLDs hinzugekommen: .biz (business), .info (informational) oder .name (families and individuals), um nur einige zu nennen; andere wie z.B. .web warten noch auf Zulassung durch die ICANN.

And last but not least gibt es auch noch gebietsspezifische TLDs: mit .cat hat die catalan language als einzige Sprach- und Kulturgemeinschaft eine eigene Toplevel-Domain, und seit April vergangenen Jahres können nun endlich nach jahrelangem Tauziehen .eu-Angehörige Ihre Domain registrieren!

 

Second-Level-Domains (eigentlich Subdomains)

Unter einer Domain wie yavantho.de kann man weitere Subdomains einrichten, um dort z.B. unterschiedliche Inhalte präsentieren: de.yavantho.de und en.yavantho.de wären theoretisch denkbare Subdomains, wenn ich Inhalte in unterschiedlichen Sprachen anbieten würde.

Vorgeschrieben

Einige Länder - z.B. Großbritannien - genehmigen erst gar keine Domains auf Toplevel-Basis, sondern haben eine Art .com als Subdomain geschaffen: co.uk ist ja eigentlich die zweistellige Domain "co" unter dem Top-Level .uk. Alle kommerziellen Internetseiten können nur als Subdomain hierunter - also unter der 2nd-Level-Domain - laufen!

Genauso funktionieren 2nd-Level-Domains wie .de.com oder .eu.com!

Kostenlos

Und darum haben Deutsche auch die Domain de.vu auf Vanatu registriert. Statt die Subdomains hierunter nun zu verkaufen, bieten sie diese jedermann kostenlos an: →www.nic.de.vu finanziert sich ausschließlich über Werbung. Weitere 2nd-Level-Domains nach gleichem Muster folgten: →de.ms, →de.tk oder →de.gg, um nur eine kleine Auswahl aus einer mittlerweise großen Anzahl kostenloser Second-Level-Domains zu nennen.

Die Qual der Wahl

Gut, nun wissen Sie schon mal theoretisch, welche Möglichkeiten Sie haben, eine Domain zu finden. Und in der Praxis? Welche Domain ist die richtige, was gibt es zu beachten, und vor allem: wie finde ich heraus, ob meine Wunschdomain verfügbar ist?

Im →nächsten Kapitel gehe ich auf die zweite, wichtige Grundvoraussetzung ein: irgendwo müssen wir unsere Seiten ja abspeichern, um sie erreichbar zu machen. Dazu benötigen wir Speicherplatz (Webspace) bei einem ISP - →Internet Service Provider (Webhoster).
Um nun die richtige Wahl für eine Domain treffen zu können, sollten wir zunächst noch ein wenig über die verschiedenen Hosting-Möglichkeiten erfahren...

1) Quelle: Domain Newsletter #344 v. 4.1.07, →www.domain-recht.de
2) Quelle: Mehr über Wikipedia auf Wikipedia
(neues Fenster)Wikipedia
 
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