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08.09.2010 - 23:33 Stand: 10.04.2006
Internet: EMail

Internet: EMail

Elektronische Post

Sie ist heute die zweithäufig benutze Anwendung des Internet. Und das verwundert nicht weiter, bedenkt man die minimalen Kosten, die unkomplizierte Nutzung und die schnelle Erreichbarkeit rund um den Globus!

Im folgenden möchte ich einiges über Email im Allgemeinen erläutern, über die Technik und auch ein wenig Nettiquette...

Anm.: Dieses Kapitel wird zurzeit laufend erweitet, sobald ich →Zeit finde....

Grundsätzliche Überlegungen

Bevor wir weiter ins Detail gehen, sollten wir uns noch ein paar Gedanken machen! Hauptproblem im Web ist heute das sog. →SPAM, also unerwünschte Werbung. Schätzungen gehen davon aus, dass inzwischen die Hälfte (!) des im Internet übertragenen Mailverkehrs Spam ist!

Um vorzubeugen, nicht selbst zum Spam-Opfer zu werden, gehören in meinen Augen mindestens zwei EMail-Adressen:
Erstens eine private "Geheimnummer", die nur ausgewählte Partner mitgeteilt bekommen;
und zweitens eine "öffentliche" Adresse, die ich bei Bedarf jederzeit bedenkenlos löschen kann, wenn es mir zu bunt wird und mir einfach eine neue einrichte!

 

Technik

Um am Email-Verkehr teilnehmen zu können, müssen Sie sich bei einem beliebigen Anbieter ein Postfach einrichten lassen, im Grunde wie das physikalische Postfach bei der gelben Post. Auch dort müssen Sie ihre Post regelmäßig abholen, damit das Postfach nicht überquillt! Einen "Postboten" wie im echten Leben gibt es im Web nämlich nicht!

Das Abholen der Post geht auf zwei Wegen:
Ein "Post-Programm" (sog. Mail-Client) holt die Mails (automatisch und/oder manuell) ab, leert das Postfach und bietet Ihnen diese (quasi zuhause) dann (offline) zum Lesen an.
Oder: Sie besuchen die Webseite Ihres Anbieters (Webmail) und lesen die Mails online - also als ob sie zur Post fahren würden, dort Ihre Post lesen, Unwichtiges dort in den Papierkorb werfen und Wichtiges legen Sie wieder zurück in Ihr Postfach...

Beide Methoden haben Vor- und Nachteile: Während Sie für Webmail immer online sein müssen, können Sie im ersten Fall Ihres Mails nicht von unterwegs abrufen (außer, Sie haben immer Ihr Notebook dabei...)!
Darum stehen Ihnen häufig beide Möglichkeiten parallel zur Verfügung: zuhause nutzen Sie Ihr EMail-Programm; unterwegs schauen Sie bei Bedarf online in Ihr Postfach!

Software

Da meist EMail-Client und Browser Hand in Hand arbeiten, bieten alle wichtigen Browser-Hersteller auch Mailprogramme an. Neben dem Windows-Anwendern hinlänglich bekannten Outlook Express - kostenlose "Beigabe" des Internet Explorers - hat Netscape seinen Mailclient ebenfalls integriert. Opera und Firefox bieten Ihre Clients unabhängig vom Browser getrennt an.

Die genannten Programme sind allesamt kostenlos und meist ausreichend! Inzwischen funktioniert es sogar auch ganz gut, unterschiedliche Hersteller zu kombinieren, z.B. Thunderbird mit dem Internet Explorer.

Microsoft Outlook hingegen (beachte: ohne den Zusatz "Express") ist ein kostenpflichtiges Programm aus dem Office-Paket, das zusätzliche Funktionen - wie z.B. Kalender- und Terminplaner - bereithält. Interessanterweise ist Outlook Express meist einfacher zu bedienen - besonders, wenn man mehrere Mailkonten abrufen möchte! Ich persönlich verzichte i.d.R. bei meinen Installationen auf das Office-Outlook!

 

Verfahren

Mehr über POP3 auf Wikipedia
(neues Fenster)POP3 (Post Office Protokoll 3) das gängigste Verfahren und bestimmt die Kommunikation zwischen Mail-Server und -Client. Da dieses im unverschlüsselt im Klartext geschieht, gibt es Optionen wie APOP (verschlüsselte Autorisierung) und komplett verschlüsselte SSL-Übertragung (und auch beides in Kombination). Allerdings unterstützen nicht alle Server alle Optionen!
Bei POP3 werden die Mails vom Server heruntergeladen und anschließend gelöscht.

Beim Mehr über IMAP auf Wikipedia
(neues Fenster)IMAP (Internet Message Access Protokoll) hingegen verbleiben die Mails meistens auf dem Server und werden dort direkt verwaltet (löschen, antworten, weiterleiten, etc.). Darum ist IMAP ideal für Webmailer und wird z.B. von →Hotmail eingesetzt, wohingegen es bei EMail-Programmen eher eine untergeordnete Rolle spielt.

Meistes werden jedoch beide Verfahren gemischt: Outlook Express z.B. kann auch IMAP-Konten abrufen, und Webmailer wie Arcor-PIA können wiederum auch POP3-Konten verwalten. Am Ende ist es für den Anwender wohl gleich, welches Verfahren er einsetzt, solange er am Mailverkehr teilnehmen kann!

 

Anbieter

Jeder →Zugangsprovider bieten Ihnen auch mindestens eine kostenlose Mailadresse an. Je mehr Kunden diese haben, desto geringer allerdings Ihre Chance auf eine Wunschadresse: michael@t-online.de zum Beispiel dürfte wohl schon seit Jahren vergeben sein....

Weiterhin gibt es reine Mail-Anbieter: z.B. →GMX, →Hotmail oder →web.de. Auch diese bieten kostenlose Mail-Adressen mit den wichtigsten Grundfunktionen an. Will man mehr, kostet das extra.
Kostenlos bedeutet immer: werbefinanziert - meist, indem ein Werbetext an alle von Ihnen gesendeten Mails angehängt werden! Bedenken Sie dieses, wenn Sie eine wichtige Mail an einen seriösen Geschäftspartner versenden wollen...

Mail-Domains

Die eleganteste Variante ist wohl eine EMail in der Form: mein-vorname@mein-nachname.de. Voraussetzung ist natürlich, dass die gewünschte →Domain nicht längst an jemand anderen vergeben ist.

Aber vielleicht haben Sie ja Glück, und Ihr Name ist noch verfügbar. Bereits ab 0,19 € im Monat bekommen Sie z.B. bei →Evanzo Ihre eigene Domain, deren Mailadressen ("Catch-All") Sie zu einer beliebigen Drittadresse weiterleiten können. Service dürfen Sie bei diesem Preis allerdings nicht erwarten...

Teurere Angebote bieten mehrere Adressen und Postfächer (und sogar jede Menge Homepage-Speicher ;-) Diese können Sie dann nach Belieben einrichten!

 

Sichere Mails

Um ihre Mails sicher zu machen, können Sie diese elektronisch unterschreiben: dem Thema →signierte Mails habe ich dazu einen eigenen Artikel gewidmet!

 
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Helmut Lamprecht
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